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Große Baltikum- Rußland- Skandinavien-Tour

von franz (Kommentare: 2)

Start und Reise nach Bautzen

Cirka 640 km.

Die ersten zwei Abschnitte erfordern etwas mehr Sitzfleisch weil bis Bautzen und dann bis Warschau beide mal mehr als 600 km sind. In Warschau haben wir dann schon die erste Doppelübernachtung und können uns falls nötig davon erholen.

Wir sind gut in Bautzen angekommen und haben damit die längste Tagesetappe hinter uns gebracht  

Ja, über Autobahntouren lässt sich streiten aber nicht, wenn man weit entfernte Ziele ansteuern will . Wir haben also das Franken- und das Vogtland, Leipzig und Dresden nicht links liegen gelassen, sondern wir waren da schon so oft, dass wir diese Ziele nicht auch noch in diese Big-Tour reinpacken wollten  

Mit dem Hotel haben wir’s gut getroffen, netter Garten fürs Garagenbier und nur 1,5 km zum Bautzener Brauhaus  Das schaffen wir auch nach über 650 km Harleysattel  noch zu Fuß .

 

Bautzen- Warschau

Cirka 560 km

Die Strecke heute war etwas langweiliger aber dafür wieder bei schönem Wetter und nahezu staufrei. Das Hotel liegt am nördlichen Stadtrand und unsere Harley’s stehen sicher in der Tiefgarage. Morgen, Freitag, bleiben sie dort auch stehen und haben einen Tag Pause während wir uns die Stadt anschauen.  Die Altstadt von Warschau ist fast durchgängig restauriert und ein historisches Gebäude reiht sich ans andere. Aber auch wenn es noch so touristisch ist, gab es keinen Nepp in den Lokalen. Ob Café oder Restaurant: wir haben überall gut und günstig gegessen. 

Warschau - Vilnius

Cirka 480 km

Die Fahrt nach Vilnius zog sich etwas in die Länge weil wir auch auf Land- und Nebenstraßen unterwegs waren und auch einen ungewollten Abstecher an die Grenze zu Weißrussland machten. Trotzdem verzichteten wir nicht darauf, bereits bei der Anreise das Wasserschloss von Tukai zu besichtigen. 

Unser Hotel liegt in einer Gegend die noch nicht so viel EU-Gelder für Renovierungen erhalten hat.... angefangen von den Straßen darum herum mit großen Schlaglöchern bis zu bröseligen Hauswänden sieht es hier weniger einladend aus.  Doch nur 3 Minuten zu Fuß weiter Richtung Altstadt konnten wir sehen, was Vilnius zu einer beliebten Touristenstadt macht: Tolle Restaurants und Kneipen in schön restaurierten Gebäuden mit viel Action und Leben gerade auch abends. Angenehm war natürlich auch, dass wir hier wieder mit Euro bezahlen konnten und nicht mehr umrechnen müssen  

Unser erster Abend war dann auch ein schöner Abschluss von einem langen Reisetag. 

Den Sonntag über erkundeten wir die Stadt, teils zu Fuß, teils mit Bussen. Wir sahen interessante Kneipen, die Markthalle, orthodoxe Kirchen und ein Künstlerviertel. Am Rückweg zum Hotel gabs noch ein ausgiebiges Abendessen und in der Kneipe neben dem Hotel noch 1-2 Absacker-Biere. 

Vilnius- Riga

Cirka 400 km

Die Tour heute sollte eigentlich ein Stück am Meer entlang gehen- das war leider nicht möglich weil die Küste an der Stelle zugebaut ist. Zuvor ging’s über Landstraßen vorbei an unzähligen Storchennestern und zum Teil holperigen Straßen von Vilnius bis Jurmala. Dort fanden wir auch ein Café bevor wir nach weiteren 25 km unser Hotel erreichten. 

Die Rezeptionistin empfahl uns ein tolles Lokal in der Nähe, es war wirklich lecker. Die lettische Interpretation der Spareribbs war den kleinen Fußmarsch auf jeden Fall wert. 

Den zweiten Tag blieben die Harley’s wieder in der Garage und wir fuhren  mit dem Bus ins Zentrum. Von dort aus machten wir Stadtspaziergänge zu vielen Sehenswürdigkeiten und unternahmen eine kleine Bootsfahrt auf der Düne.  Riga -City ist nicht nur für Touristen da wie es in Warschau oder Vilnius den Anschein hatte. Hier leben viele Einheimische und arbeiten nicht nur in Souvenier-Shops. Der Tag war voll ausgefüllt und auf dem Rückweg trafen wir noch einen Kollegen vom Lativia-Chapter der uns gleich zum nahegelegenen Clublokal brachte. Ein paar Biere später musste noch der restliche Heimweg erledigt werden, zu Fuß! Das Abendessen im selben Lokal war diesmal eine eher schlechte Erfahrung, vermutlich hatte die Bedienung den Tag schon mit Prosecco begonnen....:-) 

Riga - Tallinn

Cirka 420 km

Die Fährt von Riga nach Tallinn war ja mit ca. 400 km eine Kleinigkeit gegenüber den vorherigen Touren. Wieder hatten wir trockenes Wetter aber es war am Meer entlang manchmal mit 14 Grad etwas frisch. In Tallinn waren es bei unserer Ankunft schon wieder 17 Grad und die Sonne schien. Weil wir viel Zeit hatten, machten wir auch mehrere Pausen und schauten noch beim lettischen Harleyhändler in Tallinn vorbei. Bei einer Pause erzählte uns ein lettischer Polizist einiges aus seinem Alltag und das spezielle Verhältnis der Russen zu Lettland. 

Danach ins Hotel, Maschinen sicher in der Tiefgarage geparkt, 1-3 Garagenbiere getrunken, frisch gemacht und ab in die Altstadt. Da war ganz schön was los. Unsere ersten zwei Versuche einen Platz im Restaurant zu  bekommen scheiterten wegen Überfüllung. Erst im dritten Anlauf klappte es und das Essen hat allen geschmeckt. 

Der anschliessende Abendrundgang wurde immer länger weil wir immer wieder Gassen und Plätze sahen, die es sich zu besuchen lohnte. Ich denke die Bilder sprechen für sich. Um Mitternacht waren dann auch die letzten von uns im tollen Hotel und auch hier waren wir uns einig: Das L‘Ermitage war das bisher beste Hotel auf der Tour. Morgen dann wieder die übliche Dtadtbedichtigung bei Tag! 

Tallinn- Sankt Petersburg

Cirka 370 km

Heute am Anreisetag nach Petersburg war Andy der Road-Captain weil sein Navi russisch spricht... 

Um 9:00 fuhren  wir am Hotel in Tallinn los und zügig ging es bis zur Grenzstadt Narwa. Hier, einige Kilometer vor der eigentlichen Grenze gibt es eine sogenannte Border-Waiting-Zone; das heißt: wir fuhren auf einen abgezäunten Platz und standen erstmal in der Schlange hinter polnischen Harleyfahrern und anderen Einreisewilligen. Dann wird der Pass und der KFZ-Schein geprüft, 2,50 € bezahlt und man bekommt ein Ticket mit dem Hinweis zu Haus 2 zu fahren. Dort erstmal das Ticket wieder abgeben und warten bis die eigene Nummer auf einer Anzeigetafel erscheint. Dann mit Pass und KFZ-Schein zum selben Schalter an den man vorher sein Ticket abgegeben hat, natürlich mit Anstehen in einer Warteschlange. Der ganze Vorgang hat zwei Stunden gedauert. Es hätte schlimmer kommen können, wenn es auch noch geregnet hätte  

Jetzt mit einem weiteren Ticket bewaffnet zur ca. 3 km entfernten Grenze fahren und dort an einer Amel anstehen bis man durchfahren kann....ca 45 Min. Jetzt in den Ausreiseterminal von Estland einfahren und dort Pass und KFZ-Schein abgeben. Während der Wartezeit schlich ein Drogenspürhund zwischen unseren Maschinen durch. Nach ca. 45 Min. endlich raus aus Estland und zur ersten Schranke im russischen Bereich. Natürlich müsste man dazu lange anstehen, so gut 1 Std. ging da auch drauf. Endlich ging die Schranke hoch um zum russischen Terminal zu gelangen. Dort erstmal Pass und KFZ-Schein abgeben und warten bis man die Migrationskarte erhielt. Vorher wurden auch noch die Zoll- Ein- und Ausreiseformulare verteilt die man nun ausfüllen durfte.  Wenn alles fehlerfrei ausgefüllt war, durfte man damit zu einem kleinen Schalter- anstehen. Dort wurden die Formulare geprüft nachdem man Pass und KFZ-Schein abgegeben hatte. Manche mussten neu ausfüllen wegen Kleinigkeiten; wenn z.B. Ort und Datum vor der Unterschrift in falscher Reihenfolge drin standen. Das Ganze in Verbindung mit langen Wartezeiten bis unsere polnischen Harleykollegen endlich fertig waren, dauerte ca. 3 Stunden. Es hätte schlimmer kommen können, wenn es auch noch geregnet hätte. Endlich alle Stempel auf allen Papieren—-doch jetzt kam erst noch die Gepäckkontrolle. Gottseidank beließ es die stramme Zöllnerin beim oberflächlichen Einblick in unsere Taschen. Jetzt aber nix wie raus—-denkste, denn noch eine Schranke wartete auf uns und hier wurde nochmal das Visum kontrolliert. Das wars dann aber auch! 6 Stunden hat dieser Grenzübertritt gedauert und es gab keinen in der Gruppe, der hier nochmal hinfahren würde. Entweder sind die Russen so bösartig, dass sie die Einreisenden mit dem Vorgehen bewusst schikanieren wollen oder sie sind zu blöd das Ganze vernünftig zu organisieren. Beides signalisiert aber eigentlich: Wir wollen keine Besucher :-(

Dann auf den letzten 150 km bis zum Hotel ging’s eigentlich zügig voran bis uns 30 km vorm Ziel doch noch der Regen erreichte und wir etwas nass wurden. Um 21:30 waren wir im Hotel, suchten danach in der Umgebung ein Restaurant und stellen dabei fest, dass wir mitten in einer Ausgehmeile residierten, denn auch nachts um 24:00 waren die Gaststätten und Straßen voll.

Der erste Tag in Petersburg war also geschafft als wir zu Fuß die Stockwerke unseres Hotels erreichten.  

Den Samstag und Sonntag verbrachten wir mit dem Besuch der Petersburger Harley-Days sowie damit, uns die Stadt anzuschauen. Zu Fuß, mit Bus, U-Bahn und Boot. Ein historisches Gebäude reiht sicht im Zentrum ans andere, großzügig angelegte breite Straßen münden in riesige Plätze. Mehr als ein oberflächlicher Eindruck ist in 2 Tagen nicht drin. 

Die Harleydays sind eher eine kleine Veranstaltung, neben vielen Fressbuden mit leckerer Auswahl gibts natürlich Live-Sound von der Bühne und ein paar übliche Kleinhändler sind auch da, allerdings kein Harleyhändler. Der Ort der Veranstaltung liegt günstig nahe  bei unserem Hotel und deshalb schauten wir täglich dort mal vorbei, für einen kleinen Zwischen-Imbiss. Die Bootsfahrt ging zu den nördlich vorgelagerten Inseln, war ganz nett anzuschauen, leider sprach aus dem Lautsprecher nur ein russischer Guide. Anders im Bus: Hier gabs auch die deutsche Version auf die Ohrstöpsel. Petra und Dieter hatten sich intensiv mit der Metro befasst, die ja in Petersburg eine echte Sehenswürdigkeit ist. Die meisten fuhren dann auch die steilsten und längsten Rolltreppen der Welt in den bis zu 80 Meter tiefer liegenden Bahnhöfen und bestaunten dort die Wandgemälde und Fliesenarbeiten. 

Restaurants, Cafés und Bars waren viele in Hotelnähe, es war aber oft ein Problem mit 9 Personen einen Platz zu bekommen. Irgendwie landeten wir dann doch immer irgendwo und wurden satt. Für das Absackerbier galt dasselbe- große Auswahl, wenig Platz. Die Straßen in diesem Viertel waren voll von deutschen Oberklasse- und Luxusklasse-Autos, vielen Petersburgern scheint es also recht gut zu gehen. Dementsprechend auch die Preise die ähnlich oder höher sind als in unseren Großstädten. Mit um die 15 Grad hatten wir die niedrigsten Temperaturen auf der Route bisher, ab Montag, wenn wir nach Finnland reisen, soll es wieder über 20 Grad gegen. Bin gespannt, wie es morgen am Grenzübergang bei der Ausreise läuft. 

Sankt Petersburg- Helsinki

Cirka 400 km

Montag haben wir Sankt Petersburg Richtung Finnland verlassen. Zügig ging’s aus der Stadt raus und nach ein paar Stunden erreichten wir die Grenze. Sonderrechte für Motorradfahrer: Wir dürften an den wartenden Autos vorbei fahren und wurden flott abgefertigt. Flott ist für russische Verhältnisse gemeint, es waren 1,5 Std. Wieder wurden alle Papiere mehrfach geprüft aber nie hat sich jemand die passende Maschine dazu angesehen. Wir hätten mit x-beliebigen Motorrädern ausreisen können. Der Aufwand und die ganze Prozedur bei der Einreise ist zumindest was das Fahrzeug betrifft für die Katz. 

Nach der Grenze waren wir wieder in Euroland und steuerten eine Tankstelle an um Pause zu machen. Dann weiter auf der Autobahn bis zu unserem Hotel ca. 12 km vor Helsinki. Es lag direkt am Meer in einem Wald, wir machten es uns auf der Terasse gemütlich und hatten keine Lust mehr, an diesem Abend Helsinki zu erkunden. 

Helsinki- Turku (Fähre) und Stockholm

Den Helsinki- Besuch holten wir nun nach und schauten uns zumindest die historische Hafengegend an, ehe wir mittags aufbrachen um zum Fährhafen im 175 km entfernten Turku zu fahren. Diesmal überwiegend auf Landstraßen und weil das Wetter viel besser war als die Vorhersage, hatten wir viel Spaß an der schönen Landtour. Durch viel Wald, vorbei an Seen und Getreidefeldern, dazwischen die bunten finnischen Holzhäuser- es war wirklich einer der schönsten Streckenabschnitte die wir gefahren sind. Das konnte auch ein 5-Minuten-Schauer nicht trüben. 

Frühzeitig waren wir am Fährhafen, Thomas entdeckte im Marine-Museum ein Restaurant, hier konnten wir nicht nur gut und günstig essen, sondern auch den nächsten Gewitterschauer vorbeiziehen lassen. Bald wars wieder sonnig, schnell noch einen Abstecher zum Harleyhändler von Turku gemacht und dann zur Fähre bereit gestellt. Zügige Abfertigung, Kabinen bezogen und auf dem Deck die tolle Ausfahrt durch die Schären bewundert und fotografiert. 

Ein paar Bierchen sollten für tieferen Schlaf sorgen, denn um kurz nach 4 stand zB Thomas schon am Deck und machte Bilder vom Sonnenaufgang bei der Einfahrt in den Stockholmer Hafen.

Pünktlich um 6:30 Ihr verließen die ersten Autos am Mittwochmorgen die Fähre. Wir waren schon um 7:30 im Hotel, stellten unsere Taschen ab und frühstückten erst mal ausgiebig. Dabei wurde der Tagesablauf besprochen und der begann nach dem Frühstück mit einer Harleyfahrt zum Stockholmer Schloss. Dort etwas herumgelungert und dann in einen HopOn HopOff-Bus gestiegen um möglichst viel von der Stadt mitzubekommen. Gegen Mittag dann noch Kaffee trinken und Fahrt  zum Stockholmer Harleyhändler um das obligatorische T-Shirt zu holen. Netter Laden, viele Marken auch außer Harley. Dann noch eine Kaffeepause in einem amerikanischen Diner und jetzt wars Zeit ein wenig Schlaf nachzuholen oder jeder vertrieb sich die Zeit bis zum Abendessen im HardRock-Café wie er wollte. 

Oslo

Cirka 520 km

Die Reise nach Oslo ab Stockholm war einer der schönsten Abschnitte auf unserer Tour. Bald nach Start und ein Stück Autobahn wechselten wir zur Landstraße, die ab Norwegen besonders schön war. Seen und Wälder wechselten sich ab, die Sonne schien als uns Oslo empfing. Weniger freundlich stellte sich das Hotelpersonal an, das uns nirgends außer in dem Parkhaus parken ließen und dabei mit ca. 28.-€ pro Bike pro Nacht kräftig hinlangten. Das erste Abendessen machte uns dann mit den weiteren Preisen bekannt aber es war sehr gut beim norwegischen Italiener. Am nächsten Tag teilte sich die Gruppe in Motorradfahrer und Fußgänger auf und jede Gruppe sah sich die Stadt und Umgebung auf seine Art an. Mit 9 Leuten einen Platz in einem Restaurant zu finden, war auch in Oslo nicht einfach und deshalb wieder eine Aufteilung in Esser und Trinker ...:-)

Oslo ist hypermodern. Angefangen von den Gebäuden bis zu den vielen E-Autos, zeitweise dachten wir schon, Tesla hätte ein Werk um die Ecke, soviel davon surrten durch die Straßen. Klar, dass dafür auch an vielen Ecken Ladestationen zur Verfügung stehen. In Supermärkten sind die Kassen zum Selberscannen ausgestattet, bezahlt wird per EC-Card die auch im kleinen Kiosk für ein 2.-€- Wasser gezückt werden muss.

Eine Boots- und Schifffahrt brachte uns zu weiteren Sehenswürdigkeiten wobei der Vigeland Skulpturenpark zu den schönsten gehörten. Die Motorradgruppe besuchte unter anderem den HD-Dealer in Oslo.

Als Stadt im Ranking unserer Tour liegt Oslo nach diesem Besuch bei vielen von uns ganz weit vorne.  

Kopenhagen

Cirka 600 km

In Oslo nieselte es leicht an diesem Morgen. Doch während wir uns im warmen Parkhaus beim Packen der Maschinen nass schwitzten, hörte es draußen schon wieder auf und es schien so, als hätten wir unsere Regenkleidung mal wieder unnötig angezogen. Vor uns lagen ca. 640 km auf der E6 am Meer entlang mit dem krönenden Abschluss, der Öresundbrücke. Die lange Brücke, auf der man seine Maschine wegen des starken Seitenwinds manchmal richtig gut festhalten muss, endet mitten im Meer in einem Tunnel in dem man dann weitere Kilometer unter dem Meer fährt. Schon ein interessanter Blick wenn man auf das Loch im Wasser zufährt.  Davor mussten wir allerdings auch mal 1 Stunde durch den Regen fahren  

In Kopenhagen angekommen entdeckte Thomas ein Restaurant mit Buffet und wir hatten vom Cabinn-City-Hotel aus nicht weit laufen müssen. Dort gingen wir auch am Sonntag wieder hin, nachdem wir vormittags die autonome Insel Freistaat Christiania besucht hatten. Das ist eine Art Künstlerviertel oder Hippie-Treff, es gibt einen kleinen Markt mit Schmuck und anderen Kram und ein ganzes Areal in dem bei verschiedenen Händler Hasch/Dope/Gras gekauft werden kann. Vermutlich eine der wenigen Stellen in der ganzen Stadt, wo man nicht mit Kreditkarte zahlt. Denn sonst ist es hier auch üblich wie vorher schon in Helsinki und Oslo: Bargeld wird oft nicht mehr angenommen, bezahlt wird auch die kleinste Kugel Eis mit Kreditkarte. 

Wir unternahmen auch eine Bootsfahrt durch die Kanäle und bis zur Kleinen Meerjungfrau raus, die war allerdings kaum zu sehen weil sie von Hunderten Touristen umlagert war. 

Kopenhagen war insgesamt ein weiteres Highlight auf unserer Tour und ist sicher nochmal eine Reise wert. An die hohen Bierpreise hatten wir uns schon gewöhnt und wenn es mal 0,5 unter 6.-€ gab, war das schon günstig. 

Am Montag gehts nach Kassel, ein Stück weit mit der Fähre nach Puttgarden. 

Kopenhagen- Kassel

Cirka 650 km

Der vorletzte Streckenabschnitt war einer der längsten, trotzdem fuhren wir die letzten 155 km auf Landstraßen nach Kassel. 

Um 8:00 starteten wir und erreichten nach ca. 160 km den Hafen von Rödby mit der Fähre nach Puttgarden. Auch auf dieser Strecke waren einige Brückenbauwerke zu bewundern. Das Einchecken auf der Fähre ging problemlos und schnell, dank ruhiger See bräuchten wir die Maschinen nicht verzurren. 45 Min später nach der Ausfahrt von der Fähre, fiel uns bald auf: Es ist vorbei mit den Landstraßen und wenig Verkehr, bald wartete der erste Stau auf uns. Kurz vor Kassel zogen wir noch schnell unsere Gummiklamotten an für einen sehr kurzen aber heftigen Schauer. In Kassel bezogen wir die großen Zimmer im PreMotel / LaStrada und wunderten uns über das ausgezeichnete Preis-Leistungsverhältnis. Auch ein schickes Restaurant war im Haus und wir dinierten zum 3. mal mit einem Essen vom Buffet.  

Eine Hirarchie aufzustellen welches Land oder welche Stadt jetzt am besten war, ist für mich nicht möglich  Norwegen und Finnland hatten für mich die schönste Landschaft, Oslo ist supermodern, schön und die Einwohner machen einen relaxten Eindruck. Die lebenswerteste Stadt für mich ist Tallinn und das beste Essen bekam ich in Polen. Petersburg hatte die schönsten historischen Bauwerke. Die Harleydays sind eine eher bescheidene Veranstaltung . Polen und Litauen sind für uns preisgünstige Urlaubsländer. Riga in Lettland wäre für mich vom Stadtleben her gesehen die Nummer zwei nach Tallinn. 

Aber das war nur eine Meinung von Neun, vielleicht sehen das meine Mitfahrer anders und hinterlassen einen Kommentar.

Bereit zur Abfahrt zur letzten Etappe nachhause. Das beste Hotel zum Abschluss!

Zeit, danke zu sagen an Doc Bernd für die Ausarbeitung der Tour, die Führung und die Hotelbuchungen. Danke auch an Petra die als TIcketmanagerin oft in der Schlange stand und für uns Bus-und Schiffstickets besorgte, danke an alle Mitfahrer die dazu beigetragen haben, dass dies 3 unvergessliche Wochen wurden. Und letzter persönlicher Dank an meine Zahnärztin Constance in Oslo die mir unproblematisch sofort eine Wurzelbehandlung verpasste die zumindest auch einige Tage unvergesslich war .  

 

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